Seminar “Schokoguß”

Geschrieben von Ute Fabricius am 13. November 2009 | Abgelegt unter Pralinen & Schokolade, Unterwegs

Das wunderschöne Resort Schwielowsee in Werder (Havel) ist ein Kooperationspartner von uns. Mitte Juli hatten wir einen Stand auf dem diesjährigen Hafenfest, und letzte Woche Montag sind Peer und ich gegen Mittag zum Resort gefahren, um dort ein kleines Schokoguß-Seminar abzuhalten. Das ist eines von insgesamt vier Angeboten der Schokozeit, die in der Bankett-Mappe des Resorts als Rahmenprogramm für Tagungen angeboten werden.

Am vergangenen Montag nun hatte sich eine kleine Gruppe eingefunden, die erst einmal ein bißchen Vergnügen wünschte, bevor es ans Eingemachte (sprich: den eigentlichen Anlaß der Tagung) ging. Handgeschöpfte Schokolade selbst und individuell mit diversen Zutaten zu belegen – das ist natürlich pures Vergnügen. Zumal jeder Teilnehmer insgesamt drei Tafeln Schokolade erhalten sollte.

Für das Seminar hatte das Resort eine kleine Küche und einen Kellner zur Verfügung gestellt, den Rest brachten wir mit: Bain Marie mit drei Sorten Schokolade, Gewürze, Nüsse und die Formen zum Gießen.

Das Gießen der Schokolade hat Peer noch selbst gemacht, aber jeder Teilnehmer durfte sich die Schokolade aussuchen: Bitter, Vollmilch oder Weiß. Von jeder Sorte eine Tafel, nur eine Sorte oder auch gemischt – egal.

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Ich hatte vor einiger Zeit schon mal bei einer ähnlichen Veranstaltung zusehen dürfen und konnte hier wieder den gleichen Effekt beobachten: angesichts dreier großer Behälter mit flüssiger Schokolade und der Aussicht, sich seine Schokoladen selbst nach eigenem Gusto belegen und verzieren zu dürfen, bekommen auch gestandene Persönlichkeiten strahlende Augen wie kleine Kinder vor dem Weihnachtsbaum. Es ist immer wieder schön. :-)

Bald drängte sich alles um den Arbeitstisch, auf dem wir Nüsse, Mandeln, Pistazien und diverse Gewürze aufgebaut hatten. Da wurde belegt, bestreut und mit andersfarbiger Schokolade gemalt, daß es eine reine Freude war, dabei zusehen zu dürfen. Besonderen Anklang fanden die tollen Gewürze unseres Kooperationspartners Spirit of Spice – die getrockneten Rosenblüten und die roten Beeren sehen nämlich nicht nur gut aus (das Auge ißt bekanntlich mit), sondern geben auch einen schönen Geschmack. Auch der fantastische Diabolo-Zucker paßt hervorragend zu Schokolade.

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Nach einer knappen Stunde hatten alle ihre drei Kunstwerke fertig – und kamen sofort zum Anziehen (= Erkalten) für eine Stunde in den Kühlschrank.

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Wir begaben uns in der Zwischenzeit in den benachbarten Seminarraum. Dort hatten alle Teilnehmer Gelegenheit, Peer alles zu fragen, was sie über Schokolade wissen wollten – und nutzten das auch weidlich aus. Was ist gute Schokolade? Wo bewahre ich Schokolade am besten auf? Wo gibt es in der Nähe meines Wohnorts ein Fachgeschäft, in dem ich richtig gute Schokolade kaufen kann? Und vieles mehr.

Dann war die Stunde um und wir gingen zurück in die Küche, um zu sehen, ob die Schokolade schon hart genug geworden war, um sie aus der Form zu lösen. Beim vorsichtigen Ruckeln an der Form ertönte ein leises, aber vernehmliches Knacken: die Schokolade kann aus der Form.

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Wenn die Schokolade hart genug ist, löst sie sich praktisch von selbst aus der Form. Aber richtig fertig ist sie noch nicht – bei Berührung fängt sie fast sofort wieder an zu schmelzen, deshalb mußten sie schnell – aber vorsichtig! - in Zellophanbeutel gepackt werden. Damit keiner klebrige Finger bekommt, zogen alle Einmalhandschuhe an. Zum Abschluß wurden die Tüten mit Schokozeit-Aufklebern versiegelt – fertig!

Zumindest fast: die eingetüteten Tafeln mußten anschließend noch einige Stunden kühl (nicht im Kühlschrank, aber halt kühl) gelagert werden, um endgültig zu erstarren. Aber die Tagung ging am nächsten Tag noch weiter, also war das auch kein Problem. :-)

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