Schokozeit versucht den Weltrekord

Geschrieben von Ute Fabricius am 3. September 2009 | Abgelegt unter Schokozeit, Unterwegs

Am vergangenen Samstag war die Schokozeit in Potsdam unterwegs, genauer gesagt am bzw. auf dem Templiner See. Dort hat das Unternehmen Teamgeist in Kooperation mit Radioeins vom RBB nach wochenlanger Vorbereitungs- und Testphase einen Weltrekordversuch unternommen. Es ging darum, die meisten Menschen auf das größte Floß zu bekommen. Dazu sollten die Teilnehmer erst an Land viele kleine Einzelflöße zusammenbauen, die dann auf dem See zu einem einzelnen großen Floß verbunden wurden.

Uns von der Schokozeit hat die Idee so gut gefallen, daß wir kurzerhand beschlossen, einen Betriebsausflug zum Templiner See zu unternehmen und beim Floßbau aktiv mitzuhelfen oder sich zumindest das Spektakel aus der Nähe anzusehen. So trafen wir uns am Samstagmorgen gut gelaunt vor dem Kongresshotel in Potsdam, auf dessen Gelände das große Ereignis stattfinden sollte. Dort angekommen, einigten wir uns recht schnell auf die Arbeitsteilung: die Herren der Schöpfung platzten vor Tatendrang und Floßbaulust, während die Damenwelt die verantwortungsvolle Aufgabe übernahm, den mitgereisten Schokozeit-Nachwuchs zu betreuen und die Lunchpakete zu bewachen. Außerdem mußte die Weltbevölkerung via Twitter über den aktuellen Stand auf dem Laufenden gehalten werden. 

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Während die Herren noch in die Geheimnisse des Floßbaus eingeweiht und auf den nötigen Teamgeist eingeschworen wurden, packte der Schokozeit-Nachwuchs gleich das mitgebrachte Werkzeug aus.

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Doch bald bezogen die Floßbauer an den vorgesehenen Standorten Stellung und begannen ebenfalls mit der Arbeit. Das Baumaterial lag schon bereit, es mußte nur noch zu Flößen zusammengebaut werden. In den nächsten Stunden entstanden so viele kleine Flöße aus Brettern, Seilen und Gummireifen, die schließlich zum Ufer getragen und zu Wasser gelassen wurden.

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Jeweils drei bis vier Personen ruderten dann – mit Schwimmwesten gesichert – auf dem Floß zum Treffpunkt auf dem See, ca. 150 m vom Ufer entfernt.

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Dort angekommen, wurden die Einzelflöße mit Seilen gut verknotet und so zu einem großen Floß verbunden. Das alles ging recht gemächlich vonstatten, doch allmählich wurde das Floß auf dem See immer größer und größer.

Und dann kam erst mal ein heftiger Wolkenbruch. Die Zuschauer am Ufer konnten sich noch unter diverse Zelte und Pavillons auf dem Gelände retten, die tapferen Flößer dagegen hatten lediglich ihre Schwimmwesten. Zum Glück hatte Petrus ein Einsehen, und nach ca. 10 Minuten war der Regen auch schon wieder vorbei.

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Jetzt kam es darauf an: war der Weltrekordversuch geglückt? Die Spannung auf dem Gelände des Kongreßhotels stieg. Zum Glück waren überall Lautsprecher angebracht, über die sich die Live-Übertragung auf Radio Eins wunderbar mitverfolgen ließ. 61 Einzelflöße und über 300 Besatzung wurden gezählt. Damit, so erklärte der Sprecher von Teamgeist im Radio, seien die Bedingungen für den Eintrag ins Guiness-Buch erfüllt.

Doch natürlich reichte das allein für den Eintrag noch nicht aus; es mußte zunächst alles dokumentiert werden. Zu diesem Zweck hatten sich morgens alle Teilnehmer in Anwesenheitslisten eintragen müssen, und nun wurden vom fertigen Floß samt Besatzung viele Fotos gemacht. Dazu kreiste ein ferngesteuerter Mini-Hubschrauber über dem Floß und machte ein Bild nach dem anderen. Sehr schön zu sehen im Teamgeist-Blog.

Inzwischen dürften die Unterlagen alle glücklich bei der Redaktion des Guinnes-Buchs eingetroffen sein. Dort wird alles sorgfältig geprüft, und am Ende steht hoffentlich der ersehnte Eintrag in eines der berühmtesten Bücher der Welt.

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Anschließend trennten sich die Einzelflöße wieder voneinande und alle ruderten zurück zum Ufer. Wieder einmal bestätigte sich: Abbauen geht schneller als Aufbauen.

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An den verschiedenen “Anlegestellen” kam es daher zu Stauungen. Zuerst mußten die Teilnehmer das Floß verlassen. Dann wurde das Floß an Seilen aus dem Wasser gezogen, umgekippt (um die Reifen zu schonen und weil es sich falsch herum besser tragen ließ) und abtransportiert. Aber schließlich waren auch die Schokozeit-Herren wieder glücklich an Land.

Wie es auf dem Wasser war, wird uns der Chef sicher bald in seinem Erfahrungsbericht mitteilen. Wir Damen hatten jedenfalls einen wunderschönen Tag in Potsdam, viel Spaß – und die Herren sahen nach ihrer Rückkehr vom See ebenfalls sehr zufrieden aus.

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