Stadtteilfest Schöneweide 2009, oder: was man mit Biolimonade alles machen kann

Geschrieben von Ute Fabricius am 16. September 2009 | Abgelegt unter Perger, Unterwegs

Es gibt Tage, da hat man so richtig Glück mit dem Wetter. So auch am vergangenen Samstag, als hier um die Ecke das Stadtteilfest Schöneweide 2009 gefeiert wurde. Während anfangs die Wetterprognosen noch von “unbeständigem Wetter”, “gelegentlichen Schauern” und dergleichen Horrorgeschichten aufwarteten, strahlte pünktlich zum Fest dann doch die Sonne. Die Temperaturen waren angenehm, nicht zu warm und nicht zu kalt, so daß auch für unsere Schokoladen keine Gefahr bestand. Was will man mehr?

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Dementsprechend tummelte sich das Volk auf dem Stadtplatz, wo das Fest stattfand. Viele Marktstände waren grüppchenweise über den Platz verteilt, an denen Unternehmen (so wie wir) ihre Waren feilboten und Vereine über ihre Arbeit informierten und z.T. auch Aktionen anboten. Die alten Industriebauten, die Spree und natürlich der Kaisersteg bildeten einen imposanten Hintergrund.

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Auf der Bühne lief ununterbrochen Programm mit Musik und Wortbeiträgen. So wurde es nie langweilig.

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Parallel zeigten Radakrobaten ihr Können, und auf der großen Rasenfläche neben dem Stadtplatz wurden viele Kinderspiele angeboten. So waren die lieben Kleinen beschäftigt, und Mama und Papa konnten in Ruhe einen Kaffee trinken oder eine Bratwurst essen.

Jetzt aber zum wichtigsten Stand auf dem Marktplatz: unserem!

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Bei uns gab es natürlich Pralinen. Nicht in der Schokozeit-Kollektion (die wäre bei dem Anlaß völlig überdimensioniert gewesen), sondern in kleinen Beuteln abgepackt. Schöne überschaubare Mengen, die Lust machen auf mehr.

Und natürlich haben wir die Biolimonaden, Schorlen und Gourmetsäfte von Perger verkauft. Ich kann es nicht oft genug sagen: die sind einfach nur lecker! Das fanden auch die Besucher. Vor allem Eltern nahmen unser Angebot dankend an, dem Nachwuchs gesunde Durstlöscher zu kaufen.

Gegen sechs Uhr tauchten dann plötzlich vier Steppkes vor dem Stand auf. Alle schätzungsweise zehn Jahre alt und vermutlich fast taub, jedenfalls sprachen sie nicht miteinander, sondern brüllten sich gegenseitig an – in unangenehm hohen Frequenztönen, da noch vor dem Stimmbruch. Die sahen die Biolimos, besonders die Flaschen der Sorte “Cola-Orange-Mix” und wollten sofort welche haben. Erst einmal zwei, zum Probieren. Die Geschmacksprobe bestand die Limo sofort (für mich nicht überraschend, ich finde die Sorte auch klasse). Und dann entdeckte der erste der vier noch einen tollen Trick: Wenn man die Öffnung der Glasflasche mit dem Daumen verschließt und dann die Flasche kräftig schüttelt, spritzt es dank der Kohlensäure ganz hervorragend. Besonders lustig ist es, wenn man sich dann gegenseitig mit Limonade bespritzt (die klebt so schön). Natürlich waren beide Flaschen daraufhin sehr schnell leer. Nachschub mußte her: vier Flaschen Cola-Orange, damit alle versorgt sind. Nach einer Weile stürmten zwei limonadeverklebte Jungs an den Stand und wollten mal die Zitronenlimonade ausprobieren. Die stellte sich ebenfalls als sehr lecker heraus – und genauso spritzig. Kurz darauf verlangte der eine der beiden eine weitere Flasche “Sprite” (“Zi-tro-nen-li-mo-na-de” – konnte ich mir nicht verkneifen zu sagen), und sein Kumpel war mal mutig und wollte die Holunderblütenlimo probieren. Nummer drei kam dann angelaufen und teilte seinen Freunden flüsternd (= im Vergleich zur üblichen Lautstärke) mit, der große Mann mit dem Skateboard habe gesagt, sie sollten mit der Spritzerei aufhören.

Einerseits gönne ich Kindern gerne ihren Spaß, und solange sie nur sich und keine Unbeteiligten mit Limonade oder was auch immer vollspritzen, sollen sie das gerne tun (auch wenn das Waschen hinterher bestimmt nicht so lustig ist). Außerdem haben die vier einen schönen Beitrag zu unserem Umsatz gemacht, also kann ich mich zumindest gar nicht beschweren. Andererseits war es mir um die leckere Limo leid. Die ist viiiiiieeeel zu schade, um sie einfach so in der Gegend zu verspritzen. Das können sie meinetwegen mit der braunen Plörre aus dem Discounter machen. Aber Pergers Biolimonaden, die muß man trinken – und genießen!

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